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Wer leitet das Klinikunternehmen Anregiomed in Zukunft?

Pressemitteilung zum gescheiterten Vertrag mit der Sana AG

Welche Rolle spielt Landrat Dr. Ludwig?

Die Mitglieder im Verwaltungsrat von Anregiomed sind paritätisch mit je sechs Vertretern des Ansbacher Stadtrates und des Kreistages besetzt. Landrat Dr. Ludwig konnte sich bei strittigen Themen jedoch immer auf „seine" zwei Ansbacher Stadträte verlassen. Ob bei der Verabschiedung des gescheiterten Medizinkonzeptes, der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Ex-Vorstand Dr. Goepfert, der Schließung und Zerstörung des Bewegungsbades, der zweimaligen Einschränkung bei der Herzkatheterbereitschaft oder bei der Bestellung von Frau Conrad zum Vorstand, Stadträtin Helga Koch (SPD) und Stadtrat Uwe Fröhlich (Grüne) stimmten dort wo notwendig zuverlässig mit dem Landrat.
Am 15.02.2017 beschloss der Verwaltungsrat mit einer ¾ Mehrheit ein Eckpunktepapier (Forderungskatalog), das in den Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Sana Kliniken AG eingearbeitet werden sollte. Auch Frau Koch und Herr Fröhlich stimmten zu. Sechs Wochen später, alle Forderungen von Anregiomed wurden im Vertragsentwurf mit Sana aufgenommen und vom Vertragspartner akzeptiert, stimmten die Verwaltungsräte Koch und Fröhlich gegen den Geschäftsbesorgungs- vertrag mit der Sana AG.
Eine nachvollziehbare Begründung für ihre Ablehnung konnten beide nicht vorbringen.
Frau Conrad musste letztendlich u.a. deshalb gehen, weil in ihrem vorgelegten Wirtschaftsplan 2017 ca. 9 Millionen Euro Defizit erwirtschaftet werden sollten. Wer nun bei der vom „Interimsvorstand" Jörg Reinhardt nach dem 1. Quartal vorgelegten ersten Hochrechnung von einem Jahresfehlbetrag von ca. 10 Millionen Euro ins Schwärmen gerät (immerhin ca. 30.000 € Defizit täglich), ist reichlich naiv.
Es ist schwer zu glauben, dass Landrat Dr. Ludwig eine Geschäftsbesorgung durch die Sana AG, anders als die meisten seiner CSU-Parteifreunde in der Stadt und im Landkreis Ansbach, wirklich wollte.
Man will mit allen Mitteln verhindern, so hört man es zumindest zunehmend gerüchteweise, dass ein neutrales Wirtschaftsprüfungsinstitut bei Anregiomed einen Blick in die Unterlagen wirft.
Bei allen heute schon bekannten „handwerklichen Fehlern", die die Klinikvorstände Dr. Goepfert und Frau Conrad begangen haben, muss endlich auch die Frage nach der politischen Verantwortung für die höchst bedrohliche finanzielle Situation bei Anregiomed gestellt und nachdrücklichst erörtert werden, auch öffentlich.

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