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Viel Aufregung um wenig

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(Fotomontage)

Pressemitteilung BAP-Fraktion zum geplanten Pumphaus

Da der Abgeordnete Breitschwert bei der letzten Stadtratssitzung fehlte, verpasste er die ausführlichen Erläuterungen vom Bauamtsleiter Büschl als auch von technischen Leiter der Awean, Herrn Corona, zum geplanten Pumphaus an der Promenade. Herr Breitschwert behauptet, dass die Bauvoranfrage zum Pumphaus wegen finanzieller Zwänge oder wegen des zu weit fortgeschrittenen Baufortschritts beim Stauraumkanal genehmigt wurde. Das ist falsch und das weiß Ex-Bürgermeister Breitschwert auch. Schließlich wurden die Pläne noch in seiner Amtszeit ausgearbeitet und das Wasserrechtsverfahren genehmigt.
Sechs von sieben möglichen Pumphaus-Standorten schieden aus technischen, aber auch aus Denkmalschutz Gründen aus.
Die zahlreichen Zuhörer bei der letzten Stadtratssitzung erfuhren z.B., dass quasi die gesamte historische Altstadt bei einem Hochwasser durch das neue Pumphaus entlastet wird.
Das im Stauraumkanal unter der Promenade ankommende Wasser muss von den Pumpen in den bereits Hochwasser führenden Rezattrog gepumpt werden. Jeder weiß, wie lange es dauert, bis eine Badewanne mit Wasser eingelaufen ist. Die Pumpen müssen aber 17.000 Liter, d.h. ca. 150 Badewannen, in nur einer Sekunde leer pumpen. Die dafür erforderliche Strommenge ist gigantisch. Awean sprach von 2,3 Megavoltampere Leistungsaufnahme, das entspricht etwa 600 Einfamilienhäusern. Allein aus diesem Grund kann das Trafogebäude nicht von den Pumpen getrennt werden.

Die enorme Leistung der Pumpen ist inzwischen notwendig, da die natürlichen Abflüsse und Räume für das Hochwasser nicht mehr vorhanden sind. Versiegelung der Flächen durch Bauten, Straßen und Infrastruktur fordern jetzt ihren Tribut.
Da Hochwasser aufgrund des sich abzeichnenden Klimawandels auch in Ansbach häufiger auftreten werden, können viele denkmalgeschützte Gebäude in der Altstadt, aber auch die Residenz und die Orangerie, nur durch die schnelle Fertigstellung von Stauraumkanal und Pumphaus geschützt werden.
Noch ein Tipp für alle, die sich am 3,47m hohen Pumpenhäuschen glauben stören zu müssen. Bei der Fahrt von der Nürnberger Str. in Richtung Innenstadt verwehrt ein überdimensional großer Autobahnwegweiser wesentlich größere Teile der Orangeriefassade die Blicke des Betrachters als das geplante Technikgebäude. Daran haben sich anscheinend viele Denkmalschützer schon gewöhnt?

Die BAP-Fraktion schlägt die Schaffung eines ehrlichen Technikbauwerkes vor. Die Transparenz von Arbeit und Leistung wäre am besten mit einer Glas-Einhausung zu machen. Unter Glas verrichten, sichtbar für die Bevölkerung, die Pumpen ihre notwendige Arbeit.

Manfred Stephan
BAP-Fraktionsvorsitzender

13.02.2013







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